Liebe Pfeifenfreunde!
Neben dem Rauchen einer Pfeife ist man als Genießer natürlich auch an der Langlebigkeit und er Pflege seiner Rauchgeräte interessiert. Nachstehend beschäftigen wir uns konkret mit Hinweisen rund um Bruyerepfeifen, da sie den überwiegenden Großteil der verwendeten Pfeifen ausmachen.
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Reinigung |
Damit der genießende Pfeifenraucher auch möglichst lange mit seinen Pfeifen den vollen Rauchgenuß erleben kann, ist es natürlich notwendig das geliebte Rauchgerät von Zeit zu Zeit gründlich zu reinigen. In der Rauchanleitung sind wir schon kurz darauf eingegangen, was man alles unmittelbar nach dem Rauchvorgang beachten sollte und wie die Pfeife kurzfristig gereinigt werden kann. Hier behandeln wir nun sehr gründliche Reinigungsmaßnahmen und Pflegetipps, die je nach Rauchverhalten in regelmäßigen Abständen notwendig sind.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wann die Notwendigkeit vorherrscht. Ganz einfach dann, wenn eine Pfeife beginnt nicht den gewohnten Geschmack zu produzieren, profan ausgedrückt, man schmeckts, wann die Reinigung ansteht.
Man drehe wie gewohnt das Mundstück aus dem Holm und führe ähnlich wie nach dem Rauchvorgang mit dem Reiniger einige Wischvorgänge durch. Dann nehmen wir ein trockenes Tuch und wischen das Mundstück, vor allem Biss und Zapfen trocken sauber. Filterpfeifen erfordern hier ein wenig mehr Aufwand bei der weitläufigen 9mm oder 6mm Bohrung, als filterlose. In den Ecken der Bohrung setzt sich in der Filterkammer besonders gerne das übelriechende Kondensat an. Für den weiteren Prozeß braucht man Reinigungsflüssigkeit, die man entweder im Fachhandel als spezielles Reinigungsmittel bekommt, es wirkt auf Ablagerungen in der Pfeife aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung besonders gezielt oder man nimmt ausnahmsweise möglichst hochprozentigen Alkohol als Ersatz. Einfach eine Pfeifenreiniger anfeuchten und in den Rauchkanal am Holm einschieben und normal hin und her ziehen. Es lösen sich jetzt oberflächlich Kondensat und Brennrückstände und werden so einfach entfernt. Wenn der Reiniger richtig ekelhaft schmutzig ist, sollte man den Vorgang wiederholen, bis der Rauchkanal sauber ist. Das gleiche machen wir mit dem Rauchkanal im Mundstück und besonders bei Filterbohrung mit einem umgeknickten Reiniger um die Filterkammer vollständig zu erfassen. Bei diesem Vorgang ist besondere Vorsicht geboten, auf keinen Fall darf man mit der Flüssigkeit oder dem feuchten Reiniger direkt die Außenseite der Pfeife berühren, es könnten sich aufgrund der löslichen Wirkung, häßliche Flecken auf Politur und Mundstück bilden. Die gründliche Reinigung ist nach einer kurzen Tronckungsphase erledigt und die Pfeife wieder rauchbereit.
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Pflege |
Je nach Intensität des Gebrauchs kommt bei jeder Pfeife irgendwann der Moment, wo der Glanz der Politur ein wenig nachläßt, oder Kautschuk- bzw. Ebonitmundstücken einfach anlaufen. Für den täglichen Hausgebrauch gibt es speziell mit Wachs imprägnierte Pflegetücher, mit denen ein wenig der Glanz erhalten werden kann, bei intensiver Beanspruchung des Materials oder bei sehr alten Stücken hilft meist nur eine Intensivpflege.
Das Mundstück kann mit Polierpaste wieder auf Vordermann gebracht werden, ist allerdings das Material schon stark ausgebleicht oder verschmutzt, kann es vom Fachhändler ganz leicht abgeschliffen und neu aufpoliert werden. Der Pfeifenkopf und der Holm können mit Pfeifenwachs bzw Canauba reaktiviert werden, geschickte Heimwerker können sich Poliermaschinen zulegen und so regelmäßig eine neue Politur auftragen. Für den einfachen Gebrauch kann man spezielle Politurpaste erwerben.
Die Innenseite des Pfeifenkopfes, auch Brennkammer genannt, setzt je nach Gebrauch eine Kohleschicht, auch Cake genannt an, die wir schon bei der Rauchanleitung kurz behandelt haben. Wie so viele Dinge im Bereich des Pfeifengenusses hält es jeder Raucher anders mit dem Cake, auf jeden Fall muß er auch vom unbedachten Raucher von Zeit zu Zeit betreut werden. Durch das stetige Wachsen der Kohleschicht tritt irgendwann die Notwendigkeit auf, diese Schicht wieder zu reduzieren. Eine Stärke um 1mm rund um die Brennkammer werden als Grenzwert angesehen, wird die Kohle dicker, sollte sie mit Hilfe eines Pfeifenschlüssels, auch Reamer genannt reduziert werden.
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Alle hier beschriebenen Zubehörteile sind bei uns erhältlich, ebenso stehen wir Ihnen als Fachhändler mit Rat und Tat zur Seite und können selbstverständlich diese Service- und Pflegearbeiten für Sie durchführen. Oft ist es sogar besser, einen Fachmann mit diesen manchmal heiklen Tätigkeiten zu betrauen.
Gut Rauch! Artikel: Florian Lukesch © 2008
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