Die Rauchanleitung

Liebe Pfeifenfreunde!

Die Frage, wie man eine Pfeife richtig raucht, kann sehr einfach und in wenigen Worten geschildert werden: "Pfeife her, Tabak rein, anzünden, rauchen, fertig!", oder sehr umfangreich in zahllosen Beschreibungen beantwortet werden und so manches Internetforum füllen. Wir versuchen hier einen alltagstauglichen Mittelweg zu finden um für den Einsteiger eine praktische Hilfe zu bieten.


Vor dem Rauchen

Zuerst sollte man sich eine Pfeife aussuchen, am besten aus Bruyereholz. Die Form der Pfeife ist Geschmacksache, ebenso wie die Frage, ob man mit oder ohne Filter rauchen mag. Filterrauchen ist für den Anfänger milder, filterloser Rauchgenuß eröffnet mehr und intensivere Geschmackserlebnisse. Desweiteren braucht man ein wenig Zubehör, nämlich einen Pfeifenstopfer um den Tabak in die Pfeife einzubringen und nach dem Rauchen wieder auszuräumen, eine Packung Reiniger, aus möglichst saugstarkem Material und eventuell Filter.
Neben der Hardware, braucht man auch noch etwas, das sich rauchen läßt, nämlich Tabak. Für den Einsteiger ist ein leicht aromatisierter milder Qualitätstabak zu empfehlen, genauere Informationen bietet hier der Tabakhändler Ihres Vertrauens.


Das Stopfen

Jetzt beginnt das Um und Auf der Vorbereitung, das Einbringen des Tabaks in die Brennkammer der Pfeife. Der Vorgang des Stopfens entscheidet über den späteren Genuß, hier kann man die Rauchdauer und die Intensität variieren. Stopft man fest, bringt man mehr Tabak in die Pfeife und raucht dementsprechend langsamer und länger, stopft man locker, raucht man kürzer, aber auch heißer. Es gibt zahllose Techniken, wir beschränken uns hier auf die gängigste Variante, vorweg gehen wir von einem losen Tabak aus.
Man nehme etwas Tabak zwischen die Finger, fülle ihn in die Pfeife und drücke ihn leicht an, sodaß knapp ein Drittel der Brennkammer gefüllt ist. Dann beginnt die Geschichte von vorne, Tabak in die Kammer, wieder knapp ein Drittel und ein wenig fester andrücken. Dann im letzten Drittel wieder Tabak einfüllen und fest andrücken. Mit viel Übung und einiger Erfahrung kann man einfach die passende Tabakmenge mittels Drei-Finger-Methode auf einmal in die Pfeife füllen und nur einmal fest nachstopfen. Wichtig ist, immer wieder kurz an der Pfeife zu ziehen und nachzuprüfen, ob der Zugwiderstand zu stark oder zu leicht ist.


Das Anzünden

Hier steht die nächste Entscheidung an, ob man mittels Feuerzeug oder Streichholz den Tabak entfachen möchte. Am besten passen Zündhölzer oder ein spezielles Pfeifen-Feuerzeug mit Gasfüllung. Wachszündholzer oder Benzinfeuerzeuge taugen wegen der Geschmacksbeeinträchtigung nicht. Führen Sie die Flamme über den Tabak und ziehen sie leicht an der Pfeife, bis der Tabak schön gleichmäßig glimmt. Im Zuge der Befeuerung kann sich der Tabak je nach Beschaffenheit kräftig aufbäumen, einfach mit dem Stopfer das Rauchgut wieder niederdrücken und bei Bedarf nachzünden, dann sollte dem Rauchgenuß nichts mehr im Weg stehen.


Das Rauchen

Rauchen sie langsam und bedächtig, probieren sie quasi durch die Pfeife zu atmen. Mit der Zeit wird Ihnen auffallen, daß sich der Geschmack und die Eigenschaften des Rauches mit Ihrem Zugverhalten verändern. Ziehen sie zu fest oder zu hastig, wird der Rauch heiß und bissig. In weiterer Folge bildet sich übermäßig Kondensat und die Pfeife beginnt zu blubbern (einfach kurz eine Reiniger in das Mundstück einführen und die Feuchtigkeit aufsaugen, dann gehts wieder), ebenso wird der Pfeifenkopf heiß und läßt sich kaum mehr angreifen. Das sollte NICHT sein!

Zu nachläßiges Rauchen und permanente Überhitzung zerstören nicht nur den Genuß, sondern können auch das Holz beschädigen und zu gefürchteten Durchbrennern führen. Passiert es einmal, daß man überhitzt, versuchen sie einfach langsam und vorsichtig weiterzurauchen, hilft das nicht, legen Sie die Pfeife für ein paar Minuten zur Abkühlung beiseite. Geht die Pfeife aus, was so ziemlich jedem geübten Raucher passieren kann, drücken sie die bereits gebildete Ascheschicht leicht an und zünden wieder wie zuvor an. Variieren sie bei den nächsten Stopfvorgängen mit Tabakmenge und Dichte, bis sie ihre passende Lösung gefunden haben.

Mit der Zeit und einiger Übung werden Sie ihren eigenen Rhythmus finden und der Rauchgenuß stellt sich ganz von selbst ein.


Nach dem Rauchen

Auch der schönste Moment geht zu Ende und das Rauchgut ist aufgeraucht, in der Brennkammer sollte sich nur noch lose graue Asche befinden. Jetzt gilt es mit einigen wenigen Handgriffen eine Grundreinigung des Rauchgeräts vorzunehmen, um möglichst lange eine hygienisch gepflegte und wohlschmeckende Pfeife zu haben und sie gleich für den nächsten Rauchvorgang rauchbereit zu haben.

Legen Sie die Pfeife nach dem Rauchen beiseite und lassen Sie sie Abkühlen. Nach einer 20-30 minütigen Rast lockern sie die Asche mittels Ihres Pfeifenbestecks auf und leeren sie aus. Viele Raucher decken die Kammer auch ab und schütteln die Pfeife einmal gründlich. So verteilt sich die Asche gleichmäßig am Rand und hilft eine schützende Kohleschicht zub bilden (mehr unter dem Punkt Einrauchen) bzw. nimmt die Asche noch einen Gutteil an Feuchtigkeit auf, danach wird ausgeleert. Sollten noch irgendwo Tabakkrümel oder unverbrannte Reste sein, entfernen Sie sie vorsichtig mit dem Besteck. Ist der Kopf gereinigt, nehmen Sie das Mundstück ab, immer im Uhrzeigersinn, und führen sie in den Rauchkanal einen Reiniger ein und entfernen sie Asche und Kondensat. Sollten Sie einen Filter verwenden, entfernen sie diesen aus dem Mundstück und reingen sie dieses ebenso mit einem Reiniger.

Ist das Pfeifchen wieder sauber und adrett, dann bauen Sie sie wieder zusammen und lassen sie für mindestens einen Tag ruhen. Aufgrund der Brandeigenschaften von Tabak treten Kondenswasser und ätherische Öle aus, die während des Rauchens in das Holz der Pfeifen einziehen. Die Trocknung dauert durchschnittlich einen Tag. Wird eine Pfeife permanent in feuchtem Zustand neu befüllt und geraucht, beginnt sie schnell schlecht zu schmecken und kann sogar versumpfen. Findet man Freude und Genuß am Pfeifenrauchen und besteht das Verlangen nach einem weiteren Rauchvorgang am gleichen Tag, sollte man sich eine (oder mehrere) weitere Pfeifen zulegen.


Für Anfänger, bleiben noch ein paar kleine Eckpunkte

Es ist noch kein Pfeifenrauchmeister vom Himmel gefallen.

Jeder Raucher findet seinen individuellen Stil und seinen individuellen Rauchgenuß.

Tauschen sie Ihre Erfahrungen mit Gleichgesinnten aus, es gibt immer was Neues zu lernen.

Behandeln Sie Ihre Pfeifen pfleglich, sie werden es Ihnen mit lebenslanger Treue danken.

Jede Pfeife will individuell gestopft und geraucht werden.

Gut Rauch!    Artikel: Florian Lukesch © 2008


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